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November 2009 − Februar 2010
Wir bitten darum, unsere Veranstaltungen zahlreich zu besuchen; Gäste sind herzlich willkommen! Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Vorträge beginnen jeweils pünktlich um 19:30 Uhr im "Haus der Begegnung" der Universität, Hinter der Grieb 8, Regensburg.
Flyer RBG-Programm (pdf, 300 kB)
Lageplan Haus der Begegnung
Montag, 9. November 2009, 19.30 Uhr Vortrag
Peter Poschlod
Yakushima − Eine Symphonie aus Bäumen, Farnen und Wasser
 Yakushima ist eine der südlichsten und kleinsten Inseln Japans und ist aufgrund seiner Ursprünglichkeit fast vollständig als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen. Entlang eines Höhengradienten von 2000m und von Niederschlägen zwischen etwa 3000 bis über 8000mm finden wir eine Vielfalt an Vegetationstypen von tropische Küstenwäldern, subtropische immergrünen Wälder bis hin zu Strauchformationen in höheren Lagen.
Die große Besonderheit stellen aber die Vorkommen der Japanischen Sicheltanne (Cryptomeria japonica) dar, die möglicherweise die ältesten Pflanzenindividuen der Welt (bis zu 7000 Jahre alt) repräsentieren. Der Vortrag erläutert auch die Möglichkeiten und Grenzen eines Europäers, eine solche Exkursion auf einer touristisch nicht erschlossenen Insel durchzuführen.
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Montag, 7. Dezember 2008, 19.30 Uhr Vortrag
Ort: Universität Regensburg, Fachbereich Biologie, Hörsaal H40
Michael Succow
Die Pflanzenwelt des Tienschan / Zentralasien − Im Mannigfaltigkeitszentrum der temperaten Wildobstgehölze und Geophyten
 Inmitten Zentralasiens erhebt sich aus der winterkalten Halbwüsten- und Wüstenzone ein West-Ost streichendes arides Hochgebirge: der Tienschan. Der höchste Gipfel, der Chan Tengri, liegt mit 6996 m Höhe im Grenzgebiet Kirgisistan/China. In einer intramontanen Depression des Zentralen Tienschan in Kirgisistan befindet sich der zweitgrößte Hochgebirgssee der Erde, der Issyk-Kul in 1624 m Höhe bei 700 m Tiefe.
Der Pflanzenreichtum ist mit ca. 5000 Arten ungewöhnlich hoch, über 1000 Arten davon sind Endemiten. Über 1500 Arten kommen oberhalb der Baumgrenze vor. Im relativ feuchten und milden westlichen Tienschan ist das Verbreitungszentrum der Obstgehölze.
 Auf zahlreichen Expeditionen und dank verschiedener Forschungsprojekte war es Michael Succow in den letzten 30 Jahren möglich, die Natur dieses faszinierenden Gebirges in seinen verschiedensten Teilen zu erkunden und zum Schutz ausgewählter Naturräume als Nationalparke oder Biosphärenreservate beizutragen.
_________________ Prof. Dr. Michael Succow wurde mit zahlreichen Naturschutz-Preisen und mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet, den er im Jahre 1997 für sein beispielhaftes Engagement zum Schutz wichtiger Ökosysteme und Landschaften von außergewöhnlichem ökologischem Wert für künftige Generationen erhalten hat. Stellvertretend dafür stehen u.a. das Nationalpark-Programm in Ostdeutschland, das er als stellvertretender Minister für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR in der Übergangsregierung durchgesetzt hat, aber auch ähnliche Programme in mehreren Ländern Vorder- und Zentralasiens wie Georgien oder Kirgisistan. Er ist einer der besten Kenner der Fora und Vegetation dieser Regionen.
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Montag, 11. Januar 2009, 19.30 Uhr Vortrag
Christoph Reisch
Neue Wege im Artenschutz − Möglichkeiten und Grenzen der Naturschutzgenetik
 Mit der Fortentwicklung molekularbiologischer Techniken ist die Naturschutzgenetik als neue Wissenschaftsdisziplin entstanden. Inzwischen kommen naturschutzgenetische Untersuchungen jedoch nicht nur in der Wissenschaft sondern auch in der Praxis zum Einsatz.
Der Vortrag zeigt Möglichkeiten und Grenzen dieses neuen Ansatzes im Artenschutz anhand von konkreten Untersuchungen auf und erläutert die Hintergründe.
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Montag, 8. Februar 2009, 18.00 Uhr
Ordentliche Hauptversammlung
daran anschließend: 19.30 Uhr Vortrag
Christina Meindl
Bayerns Bemühungen im botanischen Artenschutz − Eine Betrachtung aus wissenschaftlicher Sicht
 In jüngerer Zeit hat das Land Bayern neue Bemühungen unternommen, den botanischen Artenschutz zu stützen. Dies betrifft insbesondere sog. Gefährdungsanalysen an seltenen und gefährdeten Pflanzenarten.
Die Vorgehensweise wird am Beispiel des Augsburger Steppengreiskrautes und der Purpur-Schwarzwurzel vorgestellt. Zusätzlich werden zwei neuere Projekte vorgestellt, das sog. Galionsartenprojekt und eine Genbank für gefährdete und prioritäre Wildpflanzen.
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außerdem laufend
Pilzkundliche Arbeitsgemeinschaft Oberpfalz (PAGO)
Pilzexkursionen
Programm hier oder auf Anfrage bei Herrn Zitzmann (0941/84994).
Fotos: Helmut Zitzmann
RBG Naturschutz aktiv
Mitarbeit bei Artenhilfmaßnahmen
Im Rahmen von Hilfsmaßnahmen für hoch bedrohte Pflanzenarten werden in Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden regelmäßig Pflegearbeiten in Ostbayern durchgeführt. Hierbei handelt es sich um manuelle Arbeiten wie Streurechen, Plaggen, Gehölzauflichtung, Bekämpfung von Neophyten usw. Die Pflegearbeiten finden zwei bis sechs Mal pro Jahr jeweils ganztägig, schwerpunktmäßig von Juli bis November, an verschiedenen Orten statt, zumeist in Sandkiefernwälder und Sandheiden bei Amberg, Pittersberg, Burglengenfeld, Abensberg und Siegenburg.
Durch Streurechen gepflegter Kiefernwald − Moneses uniflora, durch Pflegemaßnahmen wiederbelebt − Mittagspause Fotos: Martin Scheuerer, Karsten Horn
Voraussetzung zum Mitmachen: Spaß an körperlicher Arbeit, keine Scheu vor Schmutz, Zecken u. a. Plagegeistern (Impfschutz gegen FSME und Tetanus sollte bestehen), Geländegängigkeit, Arbeitskleidung. Werkzeuge werden gestellt, für finanzielle Anerkennung ist meist gesorgt!
Interessenten an dieser praktischen Naturschutzarbeit melden Sie sich bitte bei Martin Scheuerer
(, 09404/640441). Genauere Angaben zu Einsatzort und -datum werden − wetterbedingt evtl. kurzfristig − jeweils per E-mail-Verteiler bekannt gegeben.
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Hinweis auf weitere Veranstaltungen
Bayerische Botanische Gesellschaft
Veranstaltungsprogramm
Verein zur Erforschung der Flora des Regnitzgebietes
Veranstaltungsprogramm
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