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Erwerb, Größe und Lage
Der Schutzfelsen (auch Hoppefelsen genannt) im NSG Max-Schultze-Steig an der Donau gegenüber Sinzing im Gemeindebereich von Pentling wurde 1906 erworben. Die Fläche beträgt 0,58 ha. Diese Fläche konnte mit Ausnahme von einigen Pachtflächen, auf denen Pflegemaßnahmen im Sinne des Naturschutzes durchgeführt werden, nicht mehr erweitert werden. Das erworbene Grundstück liegt in der Gemarkung Pentling (MTB 7038/1).
Schutzstatus
 Naturschutzgebiet seit 19.06.1939, Teilfläche FFH-Gebiet, Teilfläche nach Art. 13d BayNatSchG. Der Schutzfelsen wurde auch in die 100 schönsten Geotope Bayerns eingereiht, siehe auch Geologisches Landesamt (Schutzfelsen).
Geologie und Landschaft
 Der steile Uferhang der Donau im Bereich des Schutzfelsens lässt die geologische Gliederung deutlich erkennen: der untere, steilere, mit schroffen Felstürmen versehene Hang ist in den Weißen Jura (Malm) eingeschnitten, der weniger stark geneigte Oberhang in die Kreide. Als geologische Besonderheit sind an der Grenze zwischen Jura und Kreide die vom Geologen C. W. Gümbel so genannten Schutzfelsschichten ausgebildet. Sie haben hier ihren "locus classicus". Schutzfelsschichten sind die ersten Sedimente, die beim Vordringen des Kreidemeers in Dolinen und schachtartigen Vertiefungen des Jura abgelagert wurden und diese gleichsam plombierten. Die Schutzfelshöhle stellt eine solche Bildung dar mit einer Überdachung aus kreidezeitlichem Cenoman-Grünsandstein. Der Steilhang am Schutzfelsen wird von einer gegen die Donau entwässernden Schlucht (Drachenschlucht) durchschnitten, in welcher ein Weg nach oben führt. Nördlich dieser Schlucht befindet sich der eigentliche Schutzfelsen, südlich davon eine weitere Felsgruppe, die ebenfalls im Besitz der Gesellschaft ist.
Geschichte
 Auf dem Schutzfelsen wurde 1790 die Regensburgische Botanische Gesellschaft gegründet. Bereits zwei Jahre später wurde zur Erinnerung an das denkwürdige Ereignis eine Gedenktafel angebracht. Ihr in französischer Sprache abgefasster Text lautet in Übersetzung:
"David Heinrich Hoppe – überrascht von einem heftigen Gewitter während einer seiner botanischen Exkursionen – suchte unter diesen Felsen Schutz – die er Schutzfelsen genannt hat – und – die Botanische Gesellschaft von Regensburg – die er im Mai 1790 gründete – hat ihm aus Anerkennung – diese von Flora begünstigte Gegend geweiht – F.G. de Bray – C. Duval."
Flora und Vegetation
Die Vegetation wird geprägt durch verschiedene Felsbandgesellschaften, durch Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Gebüsche und Mantelgesellschaften, teils thermophilerer Natur, sowie durch Gehölze und Waldfragmente. Eine Liste der Gefäßpflanzen, Moose, Flechten und Pilze sowie der durch ZINTL (1987) aufgenommenen Pflanzengesellschaften ist in BRESINSKY (1991) wiedergegeben. Von den bemerkenswerten Arten sei hier auf das sehr gefährdete Linum tenuifolium, auf Crepis praemorsa, Iris sambucina, Sorbus danubialis und S. pannonica verwiesen.
Pflegemaßnahmen
Jeweils im Herbst 1995 bis 1998 wurde unter Leitung unseres Schutzgebietsbeauftragten Martin Scheuerer mit zahlreichen Freiwilligen Pflegemaßnahmen durchgeführt, die von der Regierung der Oberpfalz finanziert wurden. Die unmittelbar östlich an den Hoppefelsen angrenzende Hangwiese wurde mit Wirkung zum 01.01.2000 zugepachtet, so dass vorab bereits im Herbst 1999 eine Erstpflege durch Josef Jesterschawek, finanziert durch den Landschaftspflegeverband Regensburg e, V. erfolgen konnte. Seither erfolgt die regelmäßige Pflegemahd, ebenfalls finanziert durch den Landschaftspflegeverband, auf diesem Grundstück durch Volker Glaser und seine Truppe. Nach Zupacht weiterer Flächen im Umfeld mit Wirkung ab 01.01.2002 konnte die Pflege im Herbst 2001 auf diese erweitert werden. Die Pflege umfasst neben der Lichtstellung der Felspartien die Mahd der umliegenden Magerwiesenterrassen (Arrhenatheretum salvietosum mit Tendenz zum Mesobrometum), die gebietsweise durch Goldrute, Waldrebe und Brombeere sowie Gehölzsukzession nach langer Brachephase beeinträchtigt waren.
Gefährdung
Maßnahmen der Verkehrssicherung, die von Zeit zu Zeit ein Entfernen von lose gewordenen Felspartien oberhalb der Gemeindeverbindungsstraße entlang der Donau erforderlich machen. Im Zuge der Verkehrssicherung wurden im Winter 1999/2000 am südlichen Felsen kleinere Partien mit Spritzbeton ausgegossen. Permanente Probleme bereiten wildes Lagern, Zelten und Feuermachen auf dem Plateau des Schutzfelsens und die Ablagerung von Unrat im Bereich der Schutzfelshöhle, der Wolfsschlucht und des Schutzfelsens. Die Hangpartie war ehemals gehölzfrei und wurde nach dem Aufhören der ursprünglichen Beweidung von Norden her mit Robinie aufgeforstet, wodurch es zu einer massiven Eutrophierung des Unterhanges kam.
Literatur
Drabafelsen

Sippenauer Moor

Binklbach-Moorwiesen
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