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Erwerb, Größe und Lage
Der Ankauf dieser Fläche erfolgte 1905 und umfasste den Kernbereich mit einem größeren Vorkommen von Draba aizoides var. montana auf einer Fläche von 0,39 ha. Die Ausweisung als kleinstes Naturschutzgebiet Bayerns wurde 1942 vorgenommen. Durch verschiedene Zukäufe ließ sich die Eigentumsfläche der Gesellschaft erweitern, so dass das Gebiet nunmehr eine Größe von insgesamt 2,55 ha hat. Der Draba-Felsen liegt im Gemeindebereich Nittendorf an den Uferhängen der Naab unweit von Etterzhauen, die später zugekauften Grundstücke in der Gemarkung Pettendorf (alle MTB 6937/4).
Schutzstatus
Die kleine Erstkauffläche ist Naturschutzgebiet seit 24.01.1942. Die späteren Zukaufflächen liegen außerhalb des NSGs im Landschaftsschutzgebiet. Teilfläche nach Art. 13d BayNatSchG. Sämtliche Flächen sind Schutzwald nach Art. 10 (1) BayWaldG.
Geologie und Landschaft
 Die Naab hat hier einen steilwandigen Prallhang ("Goldberg") in die Formation des Weißen Jura hineingearbeitet. An diesem Prallhang findet sich eine größere Zahl von Türmen und Wänden aus Dolomitgestein, die nach alten Fotografien früher weitgehend waldfrei waren, während sie jetzt sehr stark im Walde eingebettet sind. Dementsprechend sind jetzt dem Licht ausgesetzte Felsteile wesentlich seltener, als das früher der Fall war (Fotodokumentation in BRESINSKY 1991).
Flora und Vegetation
 Die Felsen sind durch das Vorkommen von Draba aizoides var. montana hervorgehoben. Das Felsenhungerblümchen ist hier hauptsächlich in nicht ganz typisch ausgebildeten Beständen der Felsbandgesellschaft des Pfingstnelkenrasens (Diantho-Festucetum pallentis) eingenischt. Die Pfingstnelke fehlt hier, wohl aber kommt als kennzeichnende Art solcher Bestände Festuca pallens mit hohen Deckungswerten (3-4) vor. Stellenweise sind die Bestände mit Arten der Mauerrautenflur (Asplenietea) spärlich durchsetzt. An anderer Stelle (Steinbruch) kommt das Felsenhungerblümchen auf jungen Felsflächen und auf Steinblockhalden vor. Im übrigen wird das Gebiet durch Buchenwald geprägt, der je nach Lichtexposition, Flach- oder Tiefgründigkeit bald mehr dem Hordelymo-Fagetum, bald mehr dem Carici-Fagetum, z. T. mit erheblichem Kiefernanteil, entspricht. Letzteres ist auch in Sesleria varia-reichen Ausbildungen vorhanden. Am schattigen Steilhang und am Fuß der Felsen hat sich die Eibe, stellenweise in recht stattlichen Exemplaren, erhalten können. Die Oberkante des Hanges oberhalb des Drabafelsens trägt einen Trockenrasenstreifen (Pulsatillo-Caricetum humilis) mit reichlich Aster linosyris. Floristisch bemerkenswert ist u. a., dass die Flächen fünf verschiedene Arten der Mehlbeere enthalten (Sorbus aucuparia, S. danubialis, S. franconica, S. pannonica, S. torminalis). Eine Liste der Gefäßpflanzen, Moose, Flechten und Algen (letztere in Auswahl) bringt BRESINSKY (1991).
Pflegemaßnahmen
Jeweils im November 1994 bis 1998 wurden unter Leitung des Schutzgebietsbeauftragten unserer Gesellschaft Martin Scheuerer mit zahlreichen Freiwilligen in den südlichen Flächen Pflegemaßnahmen durchgeführt. Seit 1999 werden Pflegearbeiten von Volker Glaser mit seiner Truppe ausgeführt. Dabei wurden je nach Notwendigkeit auch Grundstücke von Anrainern miteinbezogen. Die Arbeiten wurden 1994 bis 1997 von der Regierung der Oberpfalz, seit 1998 vom Landschaftspflegeverband Regensburg e. V. finanziert. Die Pflege umfasst die Auflichtung der Felsbereiche zur Förderung der felsbewohnenden Draba aizoides, den Nachschnitt der wiederaustreibenden Gehölze sowie die Mahd des Magerrasenstreifens am Oberrand der Drabahänge. Gleichzeitig wurde unter waldbaulichen Gesichtspunkten versucht, den Anteil standortgerechter Baumarten durch Reduzierung des Fichtenanteils zu erhöhen und dabei den Schutzwaldcharakter zu erhalten.
Gefährdung
Der Erwerb des Drabafelsen erfolgte 1905 maßgeblich zur Abwendung des drohenden Kalkabbaus. Eine Gefährdung ging danach bis 1994 überwiegend von der Gehölzsukzession aus, die neben der Beschattung der Felsbereiche durch eine schleichende Unterwanderung mit Fichte auch zur Verdrängung der Eiben, der Mehlbeeren und des Buchen-Hangwaldcharakters führte. Diese Entwicklung ist nun gestoppt. Eine permanente Beeinträchtigung erfolgt durch Ablagerungen von Gartenabfälle am Hangfuß.
Literatur
BRESINSKY, A. (1991): Flora und Vegetation der ältesten Schutzgebiete im Umkreis von Regensburg. – Hoppea, Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 50: 121-150.
MUSIOL, A. (1991): Flora und Vegetation des Naturschutzgebietes Draba-Fels und anschließender westlicher Hänge. – Unveröff. Diplomarbeit Inst. f. Bot. Universität Regensburg.
Schutzfelsen

Sippenauer Moor

Binklbach-Moorwiesen
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